Stellarium, SkyView, Sky Map, Star Walk 2 und Sky Tonight im Vergleich – Smartphone nach oben richten und Sterne, Planeten und Sternbilder erkennen, online wie offline.
Das Smartphone auf eine beliebige Himmelsstelle zu richten und eine korrekte Bezeichnung zurückzubekommen wirkt noch immer wie Zauberei, Jahre nach dem Erscheinen dieser Apps. Die Kategorie teilt sich danach, wofür du den Moment willst: Ein Kind mit den Sagenfiguren hinter dem Großen Wagen zu unterhalten ist eine andere Aufgabe als die Planung eines ernsthaften Teleskopabends, und ein dichter astronomischer Katalog ist für Ersteren sogar schlechter. Dieser Ratgeber vergleicht die führenden Planetariums-Apps für 2026; Stellarium und SkyView Lite werden als Referenz und Anfängertür ausführlich besprochen, die Fragen decken die komplett kostenlosen und teleskoporientierten Optionen ab.
Stellarium holt das Referenz-Planetarium vom Desktop aufs Smartphone: riesiger Katalog, hohe Genauigkeit, komplette Offline-Nutzung und Top-Bewertungen.
Auf den Himmel gerichtet, blendet es Sterne, Planeten, Sternbilder und Deep-Sky-Objekte mit beachtlicher Positionstreue ein und schöpft aus demselben Erbe wie das bekannteste Desktop-Planetarium; einmal installiert, funktioniert es offline – unverzichtbar, wo der dunkelste Himmel das schlechteste Signal hat. Der Katalog reicht tief genug, um mit einem Anfänger mitzuwachsen, der erst ein Fernglas und dann ein Teleskop kauft. Anfängern kann die Oberfläche dicht wirken, die fortschrittlichsten Funktionen wohnen in der Plus-Version, und die Lagesensoren über lange Sitzungen leeren wie bei jeder Himmels-App den Akku.
SkyView Lite ist der einfachste Zugang zum Himmel: Überlagerungen im Live-Kamerabild mit Zeichnungen der Sagenfiguren, ohne Konto und Verbindung.
Du richtest das Smartphone nach oben, und über dem Live-Bild erscheinen die Namen von Sternen, Planeten und Sternbildern, komplett mit illustrierten Sagenfiguren, die die Formen merkbar machen; die beste Art, einem Kind den Nachthimmel zu übergeben oder selbst in zehn Minuten die wichtigsten Sternbilder zu lernen. Anmeldung oder Datenverbindung sind nicht nötig. Die Grenzen sind bewusst: Der Katalog fällt weit kleiner aus als bei Stellarium, einzelne Objekte tragen wenig wissenschaftliche Details, und die Gratisversion zeigt Werbung.
Nur der Downloadpreis. In-App-Käufe und Abonnements können zusätzlich kosten.
Fragen und Antworten
Welche Astronomie-App ist komplett kostenlos?
Sky Map ist die einzige, die vollständig kostenlos ist, ohne Werbung und Bezahlversion, wenn auch mit einfachem Katalog. Stellarium gibt in der Gratisversion viel her und ist die vollständigste kostenlose Wahl; SkyView Lite und Star Walk 2 sind gratis, aber werbefinanziert, mit Inhalten nur in der kostenpflichtigen Fassung.
Funktionieren Sternenhimmel-Apps ohne Internet?
Ja, was wichtig ist, denn die besten Himmel liegen meist dort, wo kein Empfang ist. Stellarium, Sky Map, SkyView und Star Walk 2 laufen nach dem Herunterladen offline und nutzen GPS und Lagesensoren statt des Netzes. Nur Extras wie Objektfotos oder Ereigniswarnungen brauchen eine Verbindung.
Sind die Apps zusammen mit einem Teleskop nützlich?
Als Unterstützung ja. Stellarium und Sky Tonight können das Gesichtsfeld deines Teleskops nachbilden und helfen, vor dem Losgehen die Beobachtungsliste des Abends zu planen. Das automatische Ausrichten erfordert eine kompatible motorisierte Halterung; manche Apps können eine solche je nach Ausrüstung steuern.
Warum zeigt die App einen Stern, wo ich nichts sehe?
Meist Lichtverschmutzung: Aus der Stadt sind trotz tausender angezeigter Objekte nur die hellsten Sterne sichtbar. Viele Katalogobjekte – Galaxien und Nebel – liegen zudem jenseits des bloßen Auges und brauchen ein Fernglas oder Teleskop. Was wirklich von deinem Standort sichtbar ist, filtert Sky Tonight am besten.
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