Die besten Kundenkarten-Apps fürs iPhone nach Stocard
Ende 2024 hat Klarna Stocard abgeschaltet, die am weitesten verbreitete Kundenkarten-App Deutschlands, und ihre Nutzer mit Pflicht-Account in die Klarna-App gedrängt.
Ende 2024 hat Klarna Stocard abgeschaltet, die am weitesten verbreitete Kundenkarten-App Deutschlands, und ihre Nutzer mit Pflicht-Account in die Klarna-App gedrängt. Seitdem suchen viele einen unabhängigen Ersatz. Zugleich läuft DeutschlandCard, das zweitgrößte Bonusprogramm des Landes, noch bis 2026, wobei die meisten Partner bereits zu Payback gewechselt sind. Grund genug, den Markt neu zu sortieren. Wer nur Karten digitalisieren möchte, braucht eine schlanke Wallet ohne Zwangs-Account; wer Punkte sammelt, kommt an Payback kaum vorbei; und wer bereits ein Klarna-Konto hat, findet die Stocard-Funktionen dort fortgeführt. Dieser Vergleich betrachtet die Karten-Wallets, die das Plastik aus dem Portemonnaie ersetzen, und achtet genau darauf, was mit den Einkaufsdaten dahinter passiert.
Unser Fazit
mobile-pocket ist hier die beste kostenlose Wahl: etabliert, offline-fähig und von einem EU-Anbieter betrieben, ohne Zwangs-Account. SuperCards ist die schlanke deutsche Herausforderin mit Apple-Wallet-Anbindung und lokal gespeicherten Daten. Klarna führt Stocard nur für Menschen fort, die ohnehin ein Klarna-Konto haben, während Payback unverzichtbar bleibt, wo wirklich Punkte gesammelt werden. Die Entscheidung folgt also dem Zweck: den Kartenstapel digitalisieren oder ein echtes Bonusprogramm betreiben.
SuperCards digitalisiert Kundenkarten und hält sie auf dem iPhone geordnet. Ein Barcode-Scan reicht, um eine Karte hinzuzufügen, von IKEA Family über Payback bis zu DeutschlandCard und Rossmann; danach lässt sie sich an der Kasse vorzeigen. Zwei Merkmale zeichnen sie hier aus: die Apple-Wallet-Anbindung für den schnellen Zugriff an der Kasse sowie ein Modell ohne Account, bei dem die Daten lokal auf dem Gerät bleiben.
Die Basis-App ist kostenlos; Pro kostet etwa €1 pro Monat für unbegrenzt viele Karten und automatische Updates. Es handelt sich um eine junge deutsche Herausforderin mit aufgeräumter Oberfläche, weniger gewachsen als mobile-pocket, aber schnell und ohne Ballast. Sie passt für Menschen mit vielen Karten, die sowohl Apple-Wallet-Anbindung als auch lokale Speicherung wollen, weniger für Läden, die nur Plastikkarten akzeptieren.
mobile-pocket existiert seit 2010, funktioniert offline und stammt von einem österreichischen Anbieter, der an die DSGVO gebunden ist; das macht sie in diesem Vergleich zur besten kostenlosen Stocard-Alternative. Sie ersetzt Plastikkarten ohne Klarna-Konto und funktioniert an der Kasse auch ohne Internetverbindung.
Für Nutzer ist die App kostenlos; das Unternehmen verdient im B2B-Bereich, wo Händler für Bonusprogramme und Sichtbarkeit im Kartenkatalog zahlen und Marken für Platzierungen in der App. Sie passt für alle, die ihr Portemonnaie von Plastik befreien oder nach Stocard eine unabhängige Karten-App suchen. Weniger gedacht ist sie für Nutzer, die deutsche Coupon-Angebote wollen, das ist die Stärke von Payback.
Die Klarna-App führt die Stocard-Funktionen offiziell fort, setzt für deren Nutzung aber ein Klarna-Konto voraus. Über die Kartenablage hinaus bündelt sie flexible Zahlungsoptionen, Cashback und Sparkonten. Als App ist sie kostenlos; Klarna verdient über Händlergebühren und bietet Ratenkäufe an, mit Zinsen auf längere Laufzeiten, und auch die Klarna Card ist kostenlos.
Sie passt für Menschen, die den Zahlungsdienst bereits nutzen, Cashback für Online-Einkäufe wollen oder Preisvergleich und Lieferverfolgung an einem Ort mögen. Für Datenschutzbewusste taugt sie wenig, ebenso wenig für alle, die über Ratenkauf versucht sind, mehr auszugeben als geplant. Als Karten-Wallet ergibt sie nur dann Sinn, wenn Nutzer ohnehin schon im Klarna-Kosmos sind.
PAYBACK ist keine Karten-Wallet, sondern das dominante Bonusprogramm in Deutschland. Spätestens seit dem Wechsel von Edeka und Netto 2025 führt beim Punktesammeln kein realistischer Weg daran vorbei; die App verbindet die Karte mit Coupons, die sich bei Partnern wie Edeka und dm einlösen lassen.
PAYBACK ist kostenlos und wird über Partnerprovisionen und Datenauswertung finanziert: PAYBACK wertet Einkaufsverhalten detailliert aus und verdient damit, Partnern Zugang zu personalisierter Werbung zu geben. Die App passt für regelmäßige Einkäufer bei mehreren Partnern und aktive Coupon-Nutzer. Wer nicht möchte, dass seine Einkäufe kommerziell ausgewertet werden, oder selten beziehungsweise nur bei einer Kette einkauft, braucht sie nicht.
Nur der Downloadpreis. In-App-Käufe und Abonnements können zusätzlich kosten.
Fragen und Antworten
Was ist aus Stocard geworden?
Klarna hat Stocard bereits 2021 übernommen; abgeschaltet wurde die App erst im November 2024. Die Kartenfunktion lebt in der Klarna-App weiter, setzt aber ein Klarna-Konto voraus. Wer das nicht möchte, wechselt zu mobile-pocket oder SuperCards; beide bieten eine unabhängige Karten-Wallet ohne Pflicht-Account.
Kann ich Kundenkarten auch in die Apple Wallet legen?
Nur wenige Händler bieten offizielle Apple-Wallet-Pässe an, sodass Karten-Apps für einen ganzen Stapel praktischer bleiben. Statt auf einen Pass pro Händler zu setzen, erzeugen die Wallet-Apps für fast jede Karte einen scanbaren Barcode; damit lassen sich selbst Programme ohne offizielle Wallet-Unterstützung vom iPhone aus vorzeigen.
Sind Kundenkarten-Apps ein Datenschutzproblem?
Die Wallet-Apps selbst sehen nur, welche Karten du speicherst. Der heiklere Teil ist das Bonusprogramm dahinter: Payback und Ähnliche verknüpfen Einkäufe mit deinem Profil, denn das ist ihr Geschäftsmodell. Die App ändert daran nichts, sie macht die Karte nur bequemer; die Datenschutzfrage dreht sich also wirklich darum, bei welchen Programmen du dich anmeldest.
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